Zukunftslabor „Informationskompetenzen messen und fördern“ auf der Sekundarstufe II

15. November 2017, 13.30-17.00 Uhr

Ort: Design Thinking Loft, Blumenbergplatz 9, Universität St.Gallen

Unterstützt von der IBH – Internationale Bodenseehochschule

hier geht es zur Anmeldung (kostenloser Event):
http://www.bodenseehochschule.org/events/event/zukunftslabor-an-der-hsg-informations-und-social-media-kompetenz-in-schulen/

Das Internet überschwemmt uns mit Daten. Wie lernen junge Menschen im Informationszeitalter, kritisch mit «Online-Wissen» umzugehen?

Mit Unterstützung des Grundlagenforschungsfonds der Universität St.Gallen haben Prof. Dr. Sabine Seufert vom Institut für Wirtschaftspädagogik und Prof. Dr. Katarina Stanoevska vom Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement an der HSG gemeinsam untersucht, wie Lehrende die Informationskompetenz ihrer Schüler fördern können. Daraus ist ein sogenanntes 7i-Modell zur Erhebung von Informationskompetenzen entstanden und in Schweizer Gymnasien empirisch getestet worden. Im Rahmen des Nachfolgeprojektes gefördert durch die IBH „Messen und Fördern der Informationskompetenz von Digital Natives“ in der Bodenseeregion konnte das Messinstrument 7i-Modell mit einer Expertengruppe die Informationskompetenz von Schülern und Schülerinnen im Vierländerdreieck Vorarlberg-Ostschweiz-Süddeutschland-Liechtenstein weiter entwickelt und getestet werden. Die empirischen Befunde zeigen auch hier, dass die sogenannten Digital Natives entgegen den Erwartungen erhebliche Defizite im Umgang mit Informationen aufweisen. Auf Basis der Untersuchung hat die Expertengruppe einen Online-Kurs entwickelt, einen sogenannten MOOC (Massive Open Online Course), welcher die Informationskompetenz von Schülern der Sekundarstufe II fördern soll. Die ersten Analysen der Einsatzmöglichkeiten von MOOC’s in Sekundarschulen II werfen zahlreiche Fragen auf, die innerhalb des Zukunftslabors erörtern werden sollen.

Vorgehensweise

Innerhalb des Zukunftslabors sollen zwei spezifische Fragenstellungen mittels moderierter Podiumsdiskussion im kreativen Umfeld des Design Thinking Lofts der Universität St. Gallen und mit Hilfe von interaktiven Einheiten geklärt werden:

  1. Wie lässt sich Social-Media- und Informationskompetenz als fachübergreifendes Thema in den Unterricht in Sekundarschulen II integieren?
  • Wie kann Social-Media- und Informationskompetenz an Schulen besser gefördert werden?
  • Wie kann Social Media als Informationsquelle eingesetzt werden, besonders in Bezug auf die Nutzung von Wikipedia, Facebook, WhatsApp oder Twitter?

2. Wie lassen sich MOOC’s aus dem ursprünglich universitären Umfeld in den schulischen Alltag einer Sekundarschule integrieren?

  • Ist eine Integration von MOOC’s in 45 Minuten Unterrichtseinheiten generell möglich?
  • Welche Erwartungen haben Lehrpersonen an ein MOOC? Wie lässt sich ein solches Weiterbildungsformat für den Unterricht flexibel nutzen (z.B. als Flipped Classroom)?
  • Gibt es ethische Aspekte bei der Nutzung von MOOC’s zum Beispiel in Bezug auf die online Speicherung von Schülerdaten?

Zielgruppe

  • Lehrpersonen der Sekundarstufe II
  • Bildungsverantwortliche in Mittelschulen und berufsbildenden Schule

1 Comment

  1. Veröffentlich von Bruno Wicki am 11. Oktober 2017 um 08:47

    Auch aus der Sicht der betrieblichen Bildung kann ich diese Analyse und Aktionen begrüssen.

Kommentar verfassen