Learning Analytics – ein Fallbeispiel aus dem Bereich Logistik

Letzte Woche habe ich wieder einmal das Modul „Qualitätsentwicklung für Learning Professionals“ im Rahmen unseres Ausbildungsprogramms „Corporate Learning / Bildungsmanagement“ durchgeführt. Im Mittelpunkt standen wie bisher Grundfragen der Qualitätsentwicklung und ein dreischrittiges Vorgehensmodell:

Neu bei dieser Durchführung war der Fokus auf Big Data und Learning Analytics am zweiten Modultag. Die Leitfrage hierzu war, welches Potenzial Learning Analytics für die Qualitätsentwicklung in der Bildungsarbeit bietet. Dabei sind wir von folgender Arbeitsdefinition ausgegangen:

Learning Analytics beinhaltet das Erfassen und Analysieren von Daten zu Lernaktivitäten mit dem Ziel, Lernprozesse besser zu verstehen, Gestaltungsprobleme zu identifizieren, (un-)erwünschte Geschehnisse zu antizipieren und Massnahmen zur Verbesserung abzuleiten.

Dazu gab es, nach einer kurzen Einführung zum Thema, zwei Gastbeiträge:

  • Martin Ebner (TU-Graz) zeigte in seinem per VC-durchgeführten Gastbeitrag mit Blick auf die Umsetzung an Schulen / Hochschulen zentrale Punkte aus seinem Vortrag „Was lernen wir von Learning Analytics?“ auf.
  • Mit JD Dillon (Axonify) hatte ich im Vorfeld ein Interview durchgeführt, in dem ich ihn zu einem Projekt befragte, das er für einen grossen Logistik-Dienstleister (ca. 80’000 Mitarbeitende an ca. 100 Logistik-Zentren in den USA) durchgeführt hat.

Das Interview bzw. die Präsentation (insgesamt knapp 35 Minuten) behandelt folgende Punkte:

  • 00.00  Einführung / Vorstellung JD Dillon
  • 01.45   Einführung zum Projekt
  • 04.05  Bezug zum Thema „Learning Analytics“
  • 05.23  Die Ziele des Projekts
  • 07.20  Vorgehen / Schritte bei der Umsetzung des Projekts
  • 12.05   Datenerhebung und Schwellenwerte
  • 14.50   Daten und Fokus auf „critical behaviours“
  • 16.28   Zielgerichtetes Verfügbar-Machen von Lerneinheiten
  • 19.39   Zentrale Ergebnisse des Projekts
  • 21.35   Reaktion auf automatisch versendete Auffrischungstrainings bzw. Management-Reports
  • 24.17   Zentrale Ergebnisse des Projekts (Fortsetzung)
  • 28.30  Zentrale Lernerfahrungen für Axonify aus dem Projekt
  • 31.20   Wie Axonify das Thema Learning Analytics weiter verfolgen wird
  • 33.59   Abschluss / Verabschiedung

 

 

Für mich besonders eindrücklich war bei diesem Fallbeispiel, in welchem Umfang eine gute Analytik und ein zielgenaues Ausrichten von Entwicklungs- / Qualifizierungsaktivitäten zu Wirkungen und zu Effizienzgewinnen führen. Die beiden folgenden Folien aus dem Beitrag von JD Dillon zeigen dies eindrücklich:

 


 

Übrigens, Big Data und People Analytics / HR-Analytics waren auch Thema der letzten Woche im Corporate Learning Moocathon 2015. Fallgeber war hier die Aareal Bank und im Mittelpunkt stand die Frage, wie Big Data und KI die Themen und Aufgabengebiete von Learning und Development verändern. Stichworte waren u.a. Individualisierung und Personalisierung von Lernen, Vorhersagen zu (künftig zu erwartenden) Skill-Gaps oder Empfehlungen zu Lernaktivitäten à la Amazon („Kollegen mit Ihrem Profil haben die folgenden Lernmodule bearbeitet…“).

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