Digitale Transformation von L&D – SAP Education Forum 2017

SAP Education, ein Geschäftsbereich der SAP, zählt zu den größten IT-Trainingsanbietern weltweit. Neben klassischen Schulungen zu SAP-Produkten für Kunden und Partner sowie Zertifizierungen (SAP Berater) bietet SAP Education auch Software zur Unterstützung des Wissenstransfers, zur Erstellung von Trainingsmaterialien und für das Learning Management an (z.B. SAP Jam, Enable Now, SuccessFactors Learning). SAP Education versteht sich als Unterstützer in der digitalen Transformation in Unternehmen: im Hinblick auf die Entwicklung digitaler Kompetenzen (z.B. zu Analytics oder Big Data) ebenso wie im Hinblick auf die Transformation von Lernen (Lösungen für social und blended Learning).

In seiner Einführung zur diesjährige Ausgabe des SAP Education Forums in Walldorf hat Guido Grüne, Head SAP Education MEE, ein Schlaglicht auf den Stand der Bewältigung der digitalen Transformation in Unternehmen geworfen. Eine Umfrage unter SAP User Groups zeigt, dass zwar 50% der befragten Unternehmen eine Vision für die digitale Welt entwickelt haben. Allerdings haben bisher nur 37% der befragten Unternehmen eine Strategie dazu formuliert und nur 26% haben bereits einen Umsetzungsplan entwickelt.

Thomas Jenewein hatte mich eingeladen, um zum Thema „Digitale Transformation und L&D“ zu berichten. Das habe ich gerne gemacht und für vier zentrale Aspekte des Geschäfts- bzw. Betriebsmodells von L&D (Was? Wer? Wie? Wert?) ausgewählte Aspekte beleuchtet:
– „Digitale Kompetenzen“
– Adaptive Lernumgebungen
– Bot- & KI-Services
– Learning Experience Plattformen
– Veränderte Rollen & Profile für Learning Professionals
– Preisgestaltung & Leistungsverrechnung bei neuen Angebotstypen

.

Ich hatte im Verlauf meines Beitrags auch zwei Fragen an das Publikum gestellt. Zum einen habe ich nach dem Stand im Hinblick auf Kompetenzmodelle als Basis für die Personalentwicklung gefragt. Hier hat sich gezeigt, dass Kompetenzmodelle längst noch nicht bei allen Unternehmen / Institutionen solche Kompetenzmodelle etabliert sind. Und wenn Kompetenzmodelle verfügbar sind, dann sind digitale Kompetenzen in der Regel noch nicht angemessen abgebildet:

Zum zweiten habe ich danach gefragt, welche der vier von mir aufgezeigten vier Handlungsfelder für Bildungsverantwortliche im Vordergrund stehen. Hier landete der Themenbereich Kunden / Kundenerlebenis weit vorne, vor der Weiterentwicklung von Rollen, Prozessen und Infrastrukturen:

Am Nachmittag berichtete Stefan Hänisch, SVP Knowledge Transfer & Education, zu aktuellen Entwicklungen im Bereich KI- und VR-basiertes Lernen bei SAP. Auch er griff das Thema Kompetenzen noch einmal auf und zeigte u.a. Ergebnisse einer aktuellen Studie zu Kompetenzen für die digitale Transformation in Unternehmen, die SAP Education zusammen mit der TU München durchführt:

Sicherheit steht hier nach wie vor an erster Stelle. Auffällig sind aber der Bedeutungszuwachs im Bereich „Mobile Technologies“, „Big Data / Analytics“ und „Cloud Computing“ gegenüber der letzten Durchführung der Studie in 2015.

Dabei wird deutlich, dass hier eine eher Technologie-orientierte Sicht und inhaltliche Ausformulierung von „digitaler Kompetenz“ zugrunde gelegt wird. Für Bildungsinstitutionen scheint sich das EU-Kompetenzmodell DigComp als Standard zu etablieren, das kürzlich aktualisiert und erweitert wurde.


Eindrücke zur Veranstaltung finden sich auch auf Twitter (#sapedforum).

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